Weihnachtsgrüße vom Bürgermeister

Weihnachtsbaum vor schneebedecktem Waldbröler Rathaus

Liebe Waldbrölerinnen und Waldbröler,

das Jahr 2008 ist wie im Fluge vorbeigegangen. Sicher hat es für viele von Ihnen Veränderungen gegeben, seien es persönliche, familiäre oder auch berufliche.

Für mich persönlich hat sich das Leben in diesem Jahr tatsächlich stark verändert. Nach nunmehr über 6 Monaten als Bürgermeister der Stadt Waldbröl möchte ich ein überaus positives Fazit ziehen. Sie sind mir sehr offen begegnet und ich habe in dieser kurzen Zeit viele beeindruckende Menschen kennen gelernt. Daneben gab es überaus schöne Begebenheiten, die ich nicht mehr missen möchte.

Immer wieder bin ich noch überrascht, welche Vielfältigkeit die Aufgabe des Bürgermeisters mit sich bringt. Dabei liegt mir sehr am Herzen, dass wir alle gemeinsam in der schönen Stadtgemeinde Waldbröl die Dinge nach vorne bringen, die für die Zukunft wichtig sind.

Das Jahr 2009 wird ein schwieriges Jahr werden. Die jüngsten Daten der Wirtschaftsentwicklung aufgrund der nach wie vor erschreckenden Finanzkrise geben Anlass zu ernster Sorge. In einigen Sparten werden auch wir Einbrüche zu erwarten haben und sie zeigen sich jetzt bereits. Die Lage ist ernst und die Entwicklung wird uns treffen. Wir wollen aber nicht nur das Beste hoffen, sondern mit vereinten Kräften an lokalen Antworten auf die globale Krise suchen.

Der städtische Haushalt ist nach wie vor nicht auf Rosen gebettet. Wir werden uns weiterhin auf einem tief greifenden Sparkurs befinden und diesen einhalten müssen.

Innerhalb der engen Leitplanken unserer haushaltsmäßigen Situation werden wir  dennoch wichtige und Standort stärkende Projekte für Waldbröl durchführen. Hierfür wurden in diesem Jahr bereits entscheidende Schritte eingeleitet:

Zu nennen ist hier die energetische Gebäudesanierung des gesamten Schulzentrums mit einem Invest von rd. 8 Mio. €. Dies ist allerdings nur möglich, weil das Land einen Investitionszuschuss von fast 5 Mio. € zahlt. Für die finanzielle Hilfe sei dem Land und den Handelnden an dieser Stelle nochmals gedankt. Die für den Schulstandort  Waldbröl in besonderer Weise wichtige Sanierung wird zu deutlichen Einsparungen im laufenden Aufwand führen. Mit dem Wechsel von der Nachtstromspeicherheizung zur geplanten Holzhackschnitzelheizung werden wir das energetische Steinzeitalter damit endgültig verlassen und in die moderne Zeit wechseln.

Daneben werden wir eine ausgewogene räumliche Lösung für die aus mehreren Gründen unerlässliche Übermittagsbetreuung der Schülerinnen und Schüler in Form eines ggf. multifunktionalen Gebäudes in unmittelbarer Nähe des Schulzentrums sorgen. Die ersten Planungen sind bereits vorgestellt worden.

Bei den eher dunklen wirtschaftlichen Wolken am Horizont sind auch wichtige positive Entwicklungen im Stadtgebiet zu  erkennen. Nennen möchte ich hier die Veräußerung der ehemaligen Akademie an die Buddhisten. Zum einen sehe ich hier eine kulturelle und gesellschaftliche Bereicherung unserer Stadt; zum anderen können mit den notwendigen Sanierungsarbeiten an und in dem Gebäude positive Effekte für unsere heimische Wirtschaft gelingen.

Die Stadtverwaltung wird ihren Verwaltungsservice im kommenden Jahr weiterhin verbessern und strebt hierfür die RAL-Zertifizierung als mittelstandsorientierte Verwaltung an.

Ein weiterer Baustein in die Zukunft Waldbröls wird zweifellos der Naturerlebnispark Nutscheid werden. Wenn es in den letzten Wochen nach der äußeren Wahrnehmung  eher ruhig zuging, ist dennoch festzustellen, dass sich hinter den Kulissen einiges tut. Hier wird gemeinsam mit dem zukünftigen Betreiber auf allen Ebenen zügig und gut zusammengearbeitet. Ziel ist es, früh im Jahr 2009 den Startschuss zum Bau zu geben.

Auch die Entwicklung des zentralen Innenstadtbereiches um das Merkurhaus lässt ganz eindeutig positiv hoffen, dass wir hier im nächsten Jahr einen wesentlichen Schritt nach vorne tun. Wichtig ist mir, dass die Planungen zum Boxbergkreisel in unserer aller Sinne baldmöglichst zum Abschluss kommen und wir schnellstens diese verkehrliche Schwachstelle Waldbröls beseitigen können.

Die vorgenannten großen Bausteine der Zukunft zeigen auf, dass wir uns auf einem zunehmend positiven Weg befinden. Natürlich müssen wir noch eine ganze Menge hierfür leisten und einen langen Atem haben. Trotz der derzeit eher bescheidenen finanziellen Lage des städtischen Haushaltes sehe ich eine gewisse positive Tendenz für die Zukunft.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich das große Engagement aller ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auf den vielfältigen Handlungsfeldern der Stadt. Alle haben eins gemeinsam:

Sie helfen der Stadt seit Jahren in Zeiten knapper Haushaltsmittel in vielen Bereichen – und das uneigennützig mit großem persönlichem Einsatz und Engagement. Hierfür gilt Ihnen mein ganz herzlicher Dank!

Die Herausforderungen der näheren Zukunft liegen aus meiner Sicht klar auf der Hand. Es sind dies, um die wichtigsten zu nennen:

  • Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort
  • Standortsicherung und –pflege der heimischen Wirtschaft
  • Familienfreundliches Waldbröl
  • Bildungsstandort und soziales Engagement
  • Generationengerechtigkeit und Demographie
  • Aufstellung und Umsetzung eines Energieversorgungskonzeptes
Bürgermeister Peter Koester

In diesen wichtigen Handlungsfeldern und dem Nutzen unserer Potentiale liegen für den Arbeits- und Wohnplatz Waldbröl gute Chancen. Die in diesen Prozessen entstehenden Erkenntnisse sollten wir gemeinsam nutzen, um Waldbröl weiter nach vorne zu bringen.

Für die bevorstehenden Festtage wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute, ein besinnliches und freudenreiches Weihnachten sowie einen guten Start ins neue Jahr!

Ihr

Unterschrift Peter Koester

Bürgermeister Peter Koester