Bei einem Blick in die Landschaft fallen einem in diesen Tagen insbesondere an Böschungen, Straßen- und Wegerändern sowie auf extensiv genutzten Flächen oder auf Brachland mit der Herkulesstaude und dem Jakobs-Greiskraut häufig zwei Pflanzenarten wegen ihrer imposanten Größe bzw. ihrer leuchtend gelben Blüten ins Auge.
Beide Pflanzenarten haben bei allen sonstigen Verschiedenheiten eines gemeinsam, sie bergen Gefahren in sich.
Dabei stellt die Herkulesstaude (Heracleum sphondylium), auch als Riesenbärenklau bekannt, vor allem bei Sonnenschein eine Gefahr dar. Die Pflanze enthält phototoxische Substanzen, die beim Berühren sowohl beim Menschen aber auch bei Tieren verbrennungsähnliche Hautreaktionen auslösen können.
Durch ihren starken Wuchs, die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Pflanze wird bis zu 4 m hoch, bedroht die Herkulesstaude aber auch die ursprünglich vorhandenen, oft wertvollen Pflanzenbestände.
Deshalb wird dringend dazu geraten, durch das Ausgraben der Wurzelknollen, eine regelmäßige Mahd, das unschädliche Beseitigen der Blütendolden oder den Einsatz von Herbiziden der weiteren Verbreitung der Herkulesstaude entgegenzuwirken.
Das Jacobs-Greiskraut (Senecio jacobaea), auch Jakobs-Kreuzkraut genannt, erreicht eine Wuchshöhe bis zu 1 m und ist während der Blüte an den zahlreichen auf einer Schirmrispe sitzenden gelben Blütenköpfchen zu erkennen. Prägnant sind auch die kräftigen, meist rot eingefärbten Stängel der Pflanzen.
Das Jacobs-Greiskraut enthält in allen Pflanzenteilen Pyrrolizidinalkaloide, die bei Weidetieren über frische Pflanzen, darüber hinaus aber auch über die in Heu oder Silage konservierten Pflanzen aufgenommen werden und zu Schäden an der Leber führen. Vor allem bei Pferden und Rindern kann das Kraut zu ernsthaften Erkrankungen oder gar zum Tod führen.
Auf den Einsatz des Jakobs-Greiskrautes als Heilpflanze für den Menschen wird heute verzichtet, da auch dabei Schädigungen nicht ausgeschlossen werden könn.
Die Bekämpfung des Jakobs-Greiskrautes kann bei einzelnen Pflanzen durch Ausreißen oder Ausstechen erfolgen. Bei einem stärkeren Auftreten auf Weideflächen hilft eine regelmäßige Mahd. Flächenhafte Vorkommen können oft nur durch eine chemische Bekämpfung beseitigt werden.
Wer gerne mehr über die Herkulesstaude und das Jakobs-Greiskraut wissen möchte, findet zahlreiche Seiten dazu im Internet.
Darüber hinaus geben die Biologische Station Oberberg (Tel.: 02293/9015-0) zur Herkulesstaude und die Landwirtschaftskammer Rheinland (Tel.: 02266/47999-0) zum Jakobs-Greiskraut weitere Auskünfte.