Gerade an Heilig Abend empfinden viele Alleinstehende die Einsamkeit besonders stark. Im Kontaktpunkt an der Brölbahnstraße, in der Nähe des Busbahnhofes, finden diese Menschen für einige Zeit ein offenes Ohr und menschliche Zuwendung. Dafür sorgen vor allem Hannelore Stahl und Jutta Schieder, die von der evangelischen Gemeinde die Ansprechpartnerinnen sind. Sie betreuen Obdachlose, von denen es weniger wie noch vor ein paar Jahren gibt, wie Hannelore Stahl erklärt. Allerdings haben sich inzwischen Rentner mit kleinen Renten und ältere Alleinstehende dazu gesellt. „Bei uns ist jeder willkommen“, ermuntert sie diejenigen die sich alleine fühlen oder nur das Notdürftigste leisten können. Bei uns kann man Duschen oder für ein paar Cent seine Wäsche waschen, zählt sie die Hilfeleistungen auf. Es gibt Frühstück und mittwochs auch ein Mittagessen, freut sich Hannelore Stahl auch über die Spenden aus der Bevölkerung, die das erst möglich machen. Genauso wichtig und wirkungsvoll aber ist noch die menschliche Zuwendung, gerade vor Feiertagen wie an Weihnachten. In diesem Jahr haben die Helfer zum zweiten Mal am Heiligen Abend den Kontaktpunkt geöffnet. Es gab nicht nur ein kräftiges Frühstück, sondern auch Weihnachtsgebäck und Kuchen. Zusammen mit Jutta Lenz und Christel Drießen wurde zu Mittag ein kräftiges Gulasch, mit Kartoffeln, Salat und Gemüse serviert. Und weil Heilig Abend war, stand auch ein Nachtisch bereit. „Eine tolle und wirkungsvolle Einrichtung“, lobte Bürgermeister Peter Koester den Einsatz der Helfer. „Es ist schon was besonderes, wenn Menschen an Heilig Abend zusammenrücken und gemeinsam das Fest begehen. Ein guter Grund für das Stadtoberhaupt diese Einrichtungen auch an diesen Tagen zu besuchen.