Gießkannenpfandsystem auf Friefhöfen kommt im Frühjahr

Person mit Gießkanne auf dem Friedhof
Ein Pfandsystem soll die Gießkannenwanderschaft unterbinden.

Jeder der ein Grab zu pflegen hat, kennt das Problem: wenn man gießen will, dann ist gerade keine Kanne zur Hand. An den Wasserstellen hat die Stadt bisher immer einige Gießkannen bereitgestellt. Eine feine Sache, wenn die Gefäße nach der Benutzung auch dorthin zurückgebracht werden. Dies ist aber in letzter Zeit nicht immer der Fall.

Die Gießkannen „verlaufen“ sich offensichtlich und finden nicht mehr den Weg zurück zu den Wasserstellen. Irgendwo auf dem Friedhof werden sie nach der Benutzung abgestellt. „Seit 10 Jahren haben wir keine Kannen nachbestellen müssen“, so Peter Kaesberg von der Bauverwaltung der Stadt. Ehrlich sind die Benutzer schon, aber die Bequemlichkeit ist der Haken an der Sache. Viele, vor allem ältere Leute, haben da ein Problem mit.

Wie funktioniert das? Ähnlich einem Fahrradständer werden an vier Stellen auf dem Friedhof Metallgestelle errichtet (Kannenbäume sagt der Fachmann). An jedem dieser Ständer, die mit Schließvorrichtungen versehen sind, hängen vier Kannen, die gegen Münzeinwurf (ein oder zwei Euro) abgenommen werden können. Nach der Benutzung hängt man die Kanne wieder ein und erhält die Münze zurück. Das Prinzip kennt man von den Entnahmestationen für Einkaufswagen. Einige Städte betreiben dieses System erfolgreich, andere Städte gehen wegen mutwilliger Beschädigungen der Anlagen wieder davon ab. Warten wir es ab, auf jeden Fall wird das System bis zur Frühjahrsbestellung der Gräber zur Verfügung stehen.

Bevor die Stadt sich für ein Modell entscheidet, werden  noch die Preise der einschlägigen Hersteller verglichen. Das Pfandsystem macht das Suchen nach Gießkannen überflüssig und so versteht die Stadt es als Service, der die Grabpflege erleichtern soll.  Im Frühjahr werden wir wissen wie und ob es funktioniert, dann heißt es aber auf jeden Fall: Münzen nicht vergessen!