Grundstückskauf durch OGB/RAPS

Bürgermeister Peter Koester im Gespräch mit Klaus Jöllenbeck, Geschäftsführer der Oberbergischen Gesellschaft
Bürgermeister Peter Koester im Gespräch mit Klaus Jöllenbeck, Geschäftsführer der Oberbergischen Gesellschaft

Die Oberbergische Gesellschaft zur Hilfe für psychisch Behinderte mbH erwirbt ein 6.000 m² großes Grundstück am Boxberg in Waldbröl, um dort eine Werkstatt für ca. 60 psychisch behinderte Mitarbeiter zu errichten. Diese Werkstatt wird rund 1.200 m² groß sein.

Nach Fertigstellung wird die Werkstatt an die RAPS Werkstätten vermietet. Die RAPS Werkstätten sind der eigentliche Betreiber der Werkstatt. Zwischen der BWO in Faulmert und den RAPS Werkstätten gibt es insofern eine Arbeits-teilung. Die RAPS ist für psychisch Behinderte und die BWO für geistig Behinderte zuständig. Die BWO ist zu 30 % Miteigentümer der RAPS Werkstätten. 70 % gehören dem Oberbergischen Verein zur Hilfe für psychisch Behinderte e.V.

Die Errichtung einer Werkstatt im Südkreis ist ein lang gehegter Wunsch, mit dem die Versorgung der psychisch Kranken entscheidend verbessert werden kann. Man muss sich vorstellen, dass der Zubringerdienst von Morsbach bis Gummersbach - Kalsbach bis zu einer Stunde braucht, so dass für behinderte Mitarbeiter der Arbeitstag überproportional lang wird.

Die RAPS wird im Wesentlichen Aufträge von ihrer Stammwerkstatt in Gummersbach - Kalsbach erhalten. Es ist nicht die Absicht, im Südkreis zusätzliche Aufträge zu akquirieren.

Die Versorgung der psychisch Kranken im Oberbergischen Kreis kann damit um einen entscheidenden Baustein erweitert werden, so dass wir in einer an sich schon gut versorgten Situation noch von einer weiteren Verbesserung sprechen können.

Die Werkstatt wird geleitet von Frau Kaia Stein, die sich auf diese Aufgabe vorbereitet, indem sie auch mit Behinderten, die jetzt in Kalsbach arbeiten und im Südkreis leben, darüber spricht, ob diese später in die neue Werkstatt überwechseln wollen.

Besonders gefördert wurde dieses Vorhaben zum einen vom Landschaftsverband Rheinland, der die Versorgung im Oberbergischen Kreis gerne verbessert sehen möchte. Große Unterstützung erfuhren wir auch seitens der Stadt Waldbröl durch Herrn Bürgermeister Peter Koester und den Wirtschaftsförderer Eckhard Becker, die sich sofort für unser Vorhaben begeistern konnten. Als Herr Jöllenbeck zusätzlich zur Geschäftsführung der Oberbergischen Gesellschaft die Geschäftsführung der RAPS - Werkstätten übernahm, wurde er von den Gesellschaftern damit beauftragt, eine Dependance im Südkreis aufzubauen. Dieser Wunsch wurde schon seit langer Zeit von allen Menschen, die im psychiatrischen Bereich tätig sind, im Oberbergischen Kreis gehegt.