

"In der Waldnachbarschaft Bladersbach verbinden sich Historie und Tradition", so Bürgermeister Peter Koester in seinem Grußwort. Er sprach das dörfliche und bürgerschaftliche Miteinander der aktuellen Themen rund um den Einsatz des nachwachsenden Rohstoffes Holz an, so wie sie im Niederwald auf dem Nutscheidhöhenrücken von der Waldnachbarschaft gepflegt wird. Er ging in seinem Grußwort auch auf den Wandel rund um den Einsatz des nachwachsenden Rohstoffes ein, der im 16. Jahrhundert ganz anders genutzt wurde, als in der heutigen Zeit. Damit gab er den Staffelstab an Eckhard Bolenz vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) weiter, der den Film über die Arbeit der Waldnachbarschaft erläuterte. Der Film würdigt die Arbeit einer der letzten funktionierenden Waldnachbarschaften im Oberbergischen. In der Traditionsgaststätte Koch in Bladersbach wurde dieses „Zeitzeugnis“ erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Er zeigt sehr einprägsam den Kreislauf der Niederwaldwirtschaft. Denn, im Gegensatz zum Hochwald, wachsen die Stämme aus den Abgesägten Wurzelstöcken der Laubbäume in rund 30 Jahren die Bäume heran. Früher waren es Besen die in Heimarbeit gefertigt wurden. Die Eichenrinde diente der heimischen Lederindustrie zur Gerbung und auch die Häuser wurden im Winter mit Holz geheizt. Vor 34 Jahren wurde diese Arbeit schon einmal im Film festgehalten. Teile der schwarz-weißen Produktion finden sich in dem aktuellen Streifen wieder. Deutlich erkennbar ist auch der technische Wandel in der Holzarbeit. Bei der Auswahl der Flächen auf dem Galgenberg werden die 31 Waldbesitzer von der Biologischen Station und dem Forstamt unterstützt. Die DVD „Waldnachbarschaft Bladersbach“ kommt insgesamt auf 64 Minuten. Die Kosten betragen 13 Euro. Er ist erhältlich beim LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte, Endenicher Straße 133, 53115 Bonn, 0228/9834276 oder unter hildegard.trautmann@lvr.de.