Gemeinsam mit den Freunden aus dem hessischen Aßlar haben viele Waldbröler mit Bürgermeister Christoph Waffenschmidt an der Spitze den Tag der Deutschen Einheit in ihrer Partnerstadt Jüterbog begangen. Seit vielen Jahren schon wechseln sich die drei Städte in der Ausrichtung der Festlichkeiten zum Nationalfeiertag ab. In diesem Jahr hatte die schöne brandenburgische Kleinstadt im Rahmen ihrer 1000-Jahr-Feier eingeladen. Aus Waldbröl war ein ganzer Bus mit der Musikschule Waldbröl, Vertretern der Stadtverwaltung, des Partnerschaftsvereins und des Waldbröler Kulturtreffs angereist.
Am Vorabend des Feiertags wurde von Jüterbogs Bürgermeister Bernd Rüdiger der Platz vor dem Kulturquartier Mönchenkirche eingeweiht. Die Besonderheit der neuen Gestaltung sind in die Pflasterung eingelassene Steinplatten, welche die Entfernung in die jeweiligen Partnerstädte angeben. Im Kulturquartier wurde anschließend eine Ausstellung eröffnet, in der Künstler aus Waldbröl, Aßlar und Jüterbog Bilder ihrer Städte präsentieren.
Höhepunkt des Aufenthalts war der Gottesdienst mit der Festveranstaltung in der Jüterboger Nikolaikirche. Die Feiern zum Tag der Deutschen Einheit haben auch immer eine ganz besondere europäische Note. So waren auch diesmal wieder die Freunde aus den internationalen Partnerstädten angereist. Die Festveranstaltung wurde dadurch zu einem europäischen Ereignis. Die Bürgermeister aus Witham (England), Swiebodzice (Polen), St. Ambroix (Frankreich) und Fossato di Vico (Italien) würdigten die Leistungen der Menschen, die zum Fall der Mauer und zur Einheit geführt haben und gratulierten den drei deutschen Partnerstädten zur Einheit. Waldbröls Bürgermeister Christoph Waffenschmidt betonte in seiner Ansprache, dass der 03. Oktober ein Tag des Dankes für alle Deutschen sei.
Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus war ein Festzelt aufgestellt, in dem im Rahmen des Jüterboger Oktoberfestes die Wiedervereinigung zünftig begangen wurde. Die Musikschule Waldbröl unterhielt die Gäste mit begeisternden Musikstücken und verbreitete beste Stimmung. So konnten Deutsche, Engländer, Polen, Franzosen Italiener und Schweizer ein bayerisches Volksfest im Brandenburgischen feiern. Wenn das keine Völkerverständigung ist...
