Im Jahr 1989 war der Künstler Uwe Appold im Rahmen seines Ausstellungsprojektes zur „Offenbarung des Johannes“ zum ersten Mal im Oberbergischen. Bereits damals habe ihn dabei das große Vertrauen seiner Auftraggeber in seine Arbeit beeindruckt, weshalb ihm das Oberbergische immer in guter Erinnerung geblieben ist.
Über dieses Projekt hat er auch den damaligen Waldbröler Pfarrer Jochen Gran kennengelernt. Aus dieser Begegnung ist eine bis heute andauernde Freundschaft entstanden. Zehn Jahre später hat er nach zahlreichen Workshops für Kinder in Waldbröl auch Patrick Oetterer kennengelernt, welche mittlerweile Diakon des Erzbistums Köln geworden ist. Auch zwischen ihnen ist seitdem eine Freundschaft entstanden.
Schon damals hat Appold den Plan geschmiedet mit fortschreitendem Alter eine Heimat für seine Werke zu finden. Dieser Zeitpunkt ist nun gekommen.
Im Rahmen des ökumenischen Pfingstmontags – Gottesdienstes trafen sich zahlreiche Vertreter aus Kirche und Politik mit dem Künstler, um zusammen eine Schenkungsurkunde über zahlreiche seiner Werke zu unterzeichnen und die zahlreichen Bilder zu bewundern, sowie den neuen Uwe-Appold-Weg zu eröffnen.
Gestaltet wurde der Gottesdienst von Thomas Seibel (Pfarrer evangelische Kirchengemeinde Waldbröl), Klaus-Peter Jansen (Pfarrer i.R. katholische Kirche), Maik Führung (Pastor freie evangelische Gemeinde). Sowohl Larissa Weber (Bürgermeisterin Waldbröl) als auch Klaus Grootens (Landrat Oberbergischer Kreis) begleiteten den Gottesdienst mit Wortbeiträgen:
„Es ist für uns hier in Waldbröl eine große Freude und zugleich eine besondere Ehre, heute Auftaktort dieses außergewöhnlichen Projektes zu sein. Dass Werke eines international bekannten Künstlers wie Uwe Appold in unserer Region ihren Platz finden, ist alles andere als selbstverständlich.
Umso mehr erfüllt es uns mit Dankbarkeit, dass Sie, Herr Appold, seit vielen Jahren eine so enge Verbindung zu Waldbröl und zum Oberbergischen pflegen.
Ich danke allen, die dieses besondere Projekt möglich gemacht haben: den beteiligten Kirchengemeinden, den Organisatoren, Unterstützern und natürlich ganz besonders Ihnen, lieber Herr Appold, für Ihr Vertrauen in unsere Region und für Ihre große künstlerische und menschliche Verbundenheit mit Waldbröl“, dankte Bürgermeisterin Weber allen Beteiligten und insbesondere Uwe Appold.
Auch Jochen Gran (Pfarrer i.R. evangelische Kirchengemeinde Waldbröl) wirkte bei der Gestaltung des Gottesdienstes mit. In seinem Interview mit Uwe Appold entlockte er ihm die ein oder andere Anekdote. Als Antwort auf die Frage, wie es zur Schenkung an die oberbergischen Kirchen gekommen sei, antwortete Appold: „Kunst gehört nicht dem Künstler, sondern den Menschen.“
Mit der +CulturKirche Oberberg in Engelskirchen, der Pfarrkirche St. Franziskus Gummersbach und dem Seniorenzentrum Haus Franziskus in Gummersbach wurden weitere kirchliche Einrichtungen mit Schenkungen seitens Appold bedachtet. Die Ausstellung wird dabei jährlich in allen vier Einrichtungen wiederholt. So kann jeder ab Pfingsten 2027 den imaginären Uwe-Appold-Weg sechs Wochen lang beschreiten.
