Bereits im Frühjahr dieses Jahres wurde das neue Merkurareal offiziell eingeweiht. Vieles stand den Bürgerinnen und Bürgern bereits zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung, allerdings noch nicht alles. So ist in den vergangenen Monaten auch der Parkplatz an der Nümbrechter Str. mitsamt neuer Schnellladesäule, sowie die Mobilstation an der Friedenstraße fertiggestellt worden.
Letztere, durch den Zweckverband go.Rheinland geförderte Mobilstation, bietet an der Bushaltestelle „Friedenstraße“ nun die Möglichkeit zum Abstellen und Laden von E-Bikes.
„Bei der Planung der Mobilstation, sowie des ganzen Areals wurden sowohl die Belange der Autofahrer, als auch der Radfahrer und ÖPNV-Nutzer berücksichtigt. Hier darf keiner zu kurz kommen“, führte Waldbröls Bürgermeisterin Larissa Weber in ihrer Ansprache aus.
Angeboten werden dort zehn Ladeplätze und vier reine Abstellmöglichkeiten. Der Standort an der Friedenstraße bietet sich dabei laut Rudolf Bergen (Mobilitätsmanager Marktstadt Waldbröl) besonders gut als Standort für eine solche Mobilstation an, da diese nach dem Busbahnhof die meistfrequentierte Bushaltestelle ist.
Die Nutzung der verschließbaren Fahrradabstellanlage in der Mobilstation erfolgt dabei über das dort verbaute Terminal. Dort kann man entweder durch sein ÖPNV-Ticket oder auch via Buchungsplattform Zugang erhalten. Die Preise reichen dabei von einem Euro für 24 Stunden bis zu 30 Euro bei dreimonatiger Nutzung.
Neben den abschließbaren Plätzen verfügt die Station auch über frei zugängliche überdachte Abstellmöglichkeiten, sowie eine dynamische Fahrgastanzeige für den Busverkehr und eine Fahrradreparatursäule.
Die Kosten der Mobilstation inklusive Bushaltestelle belaufen sich auf rund 624.500 Euro. Aufgrund der 90-prozentigen Förderung durch go.Rheinland musste die Stadt hier nur einen Eigenanteil in Höhe von 98.000 Euro stemmen. Hergestellt und errichtet wurde die Mobilstation durch die Waldbröler Firma WSM Walter Solbach Metallbau.
Rudolf Bergen erklärte, dass diese Mobilstation als erste ihrer Art in Waldbröl ein Pilotprojekt darstellt. In nächster Zeit soll genau beobachtet werden, wie groß der Andrang sei. Mögliche Fehler könnten dann in der zweiten geplanten Mobilstation am Busbahnhof ausgemerzt werden.
Lea Nagel (go.Rheinland) führte zudem aus, dass die Mobilstation in Waldbröl die größte Mobilstation in Oberberg abseits der Bahnstrecken ist. Die Marktstadt gliedert sich damit in ein NRW-weites Netz ein, welches stetig weiter ausgebaut werden soll.
Neben der Mobilstation galt ein weiteres Augenmerk den zahlreichen neuen E-Ladesäulen auf dem Areal. Sowohl auf dem Parkplatz neben der Mobilstation, als auch am Spielplatz und dem Parkplatz an der Nümbrechter Str. sind nun E-Ladesäulen der Energiewerke Waldbröl (EWW) verfügbar. Auf letzterem wurde sogar eine Schnellladesäule mit bis zu 150 kWh Ladeleistung errichtet.
In diesem Jahr sollen noch weitere Ladestationen am Rathaus, der Nutscheidhalle und Panarbora eingerichtet werden. Auch die neue multifunktionale Halle am Markplatz soll mit einer entsprechenden Lademöglichkeit ausgestattet werden. Diese wird allerdings erst im Rahmen des Baus der Halle umgesetzt werden.
Fotos: Josephine Tscheliesnigg

