Projekttage des HGW zum Thema Demokratie

Projekttage des HGW zum Thema Demokratie

Projekttage des HGW zum Thema Demokratie

Wie sieht eine Stadt aus, in der sich junge Menschen wohlfühlen und gerne leben? Welche Angebote braucht Waldbröl für Jugendliche? Und wie können junge Menschen ihre Stadt aktiv mitgestalten?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Schülergruppe im Rahmen der diesjährigen Projekttage zum Thema Demokratie. Unter dem Motto „Wie wollen wir in Waldbröl leben?“ entwickelten die Schülerinnen und Schüler Ideen für die Zukunft ihrer Stadt und beschäftigten sich dabei mit den Bereichen Infrastruktur, Gemeinschaft und demokratische Beteiligung.

Ziel der Projekttage war es, Demokratie nicht nur theoretisch zu behandeln, sondern unmittelbar erfahrbar zu machen: Die Schülerinnen und Schüler sollten eigene Vorstellungen entwickeln, diskutieren, gemeinsam Entscheidungen treffen und schließlich konkrete Projekte für Waldbröl erarbeiten.

Dabei entstanden zahlreiche kreative und zugleich alltagsnahe Ideen. Die Jugendlichen beschäftigten sich beispielsweise mit der Frage nach einer Jugendlounge, einem Ort, an dem Jugendliche sich treffen, austauschen und ihre Freizeit verbringen können. Auch öffentliche Wasserspender wurden als sinnvolle Ergänzung der städtischen Infrastruktur vorgeschlagen. Weitere Ideen zielten darauf ab, das Stadtbild attraktiver zu gestalten – etwa durch kreativ gestaltete Treppen, bepflanzte Blumenkübel und weitere Verschönerungsaktionen. Dabei ging es den Schülerinnen und Schülern nicht nur darum, Wünsche zu formulieren, sondern auch darum, zu überlegen, wie sich solche Projekte tatsächlich umsetzen lassen und welchen Beitrag Jugendliche selbst dazu leisten können.

Ein besonderer Bestandteil der Projekttage war der Besuch von Waldbröls Bürgermeisterin Larissa Weber im Klassenraum. Sie gab den Schülerinnen und Schülern einen direkten Einblick in die Arbeit der Stadt und erklärte anschaulich, wie Entscheidungen innerhalb der Marktstadt Waldbröl getroffen werden, welche Akteure daran beteiligt sind und wie aus einer Idee schließlich ein konkretes Vorhaben werden kann. Für die Jugendlichen bot sich dadurch die Möglichkeit, ihre eigenen Projektideen mit den tatsächlichen politischen Entscheidungswegen in ihrer Stadt zu verknüpfen und Fragen direkt an die Bürgermeisterin zu richten.

Am zweiten Projekttag wurde es schließlich ganz konkret: Die Schülerinnen und Schüler präsentierten ihre ausgearbeiteten Projektideen im Bürgersaal der Marktstadt Waldbröl. Dort stellten sie ihre Vorstellungen vor und zeigten, wie sie sich die Zukunft ihrer Stadt wünschen. Aus den zunächst gesammelten Ideen waren konkrete Projektvorschläge geworden, die dann auch einer größeren Öffentlichkeit in der Schule vorgestellt werden konnten.

Die Projekttage machten damit deutlich, dass Demokratie weit mehr bedeutet als Wahlen und politische Entscheidungen. Demokratie beginnt auch vor Ort – dort, wo Menschen ihre Lebensumgebung mitgestalten, Ideen einbringen, miteinander diskutieren und Verantwortung übernehmen. Die Schülerinnen und Schüler konnten erfahren, dass ihre Perspektiven als junge Menschen für die Entwicklung Waldbröls wichtig sind und dass sie selbst Möglichkeiten haben, sich einzubringen.

Damit waren die Projekttage zugleich ein erster Schritt auf dem Weg zum Jugendbeirat, in dem die abgeordneten Schülerinnen und Schüler unserer Schule die Ideen und Anliegen für Waldbröl auch über die Projekttage hinaus weiterentwickeln und vertreten können.

Foto: Hollenberg Gymnasium Waldbröl

Veröffentlicht am Dienstag, 15.09.2026