Waldbröler Liedermacherin Zoé zurück in ihrer Heimat

Waldbröler Liedermacherin Zoé zurück in ihrer Heimat

Waldbröler Liedermacherin Zoé zurück in ihrer Heimat

Alles begann im April 1988 als Liedermacherin Zoé – alias Anke Schlösser – als 16-Jährige Schülerin ihren Song „Ich frage mich“ auf einem Konzert- und Tanzabend der Hauptschule Waldbröl in der Aula des Hollenberg-Gymnasiums spielte.

Nun ist sie in ihre alte Heimat zurückgekehrt. Hier möchte sie ein Musikvideo am Originalschauplatz ihres Liedes drehen.

Mit dabei waren neben der Liedermacherin auch Bürgermeisterin Larissa Weber sowie ihr damaliger Geschichts- und Gitarrenlehrer Bernd Schostak. Letzterer erinnerte sich noch sehr gut an die damalige Zeit: „Ende der 80er Jahre ging ein Riss durch Waldbröl.“ Hintergrund war die geplante Gründung einer Gesamtschule wogegen sich sogar eine Bürgerinitiative gebildet hatte. Und dennoch veranstaltete die Hauptschule an jenem Abend den erwähnten Tanz- und Konzertabend.

Vor dem Hintergrund des damaligen Auftritts von Zoé bei eben diesem Abend, hatte ihre Schwester Inga Schlösser die Idee an alter Wirkungsstätte ein Musikvideo für ihren Song zu drehen, dessen Botschaft auch heute nach knapp 40 Jahren noch gilt. Bürgermeisterin Larissa Weber war direkt begeistert von der Anfrage der Schwester der Liedmacherin: „Es ist etwas ganz Besonderes, dass Zoé nach fast vier Jahrzehnten an den Ort zurückkehrt, an dem ihre musikalische Geschichte in Waldbröl begann. Ihr Lied ‚Ich frag mich‘ hat mit seiner Botschaft von Frieden und der Frage, ob wir aus der Vergangenheit lernen, bis heute nichts an Aktualität verloren. Im Gegenteil: Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, diese Fragen immer wieder zu stellen. Dass dieses Lied nun hier in Waldbröl eine neue Bühne bekommt, ist deshalb nicht nur eine schöne musikalische Rückkehr, sondern auch ein starkes Zeichen für Frieden und gegen Krieg.“

Kern ihres Songs ist dabei die Textzeile „Und wenn sich keiner mehr erinnern will, geschieht das Vergangene noch einmal.“ Diese Zeile beruht auf einem Zitat des Philosophen George Santayana „Wer sich an das vergangene nicht erinnert, muss es noch einmal erleben“. „Dieser Satz war der Anlass für mich den Song ‚Ich frage mich‘ zu texten“, so Liedermacherin Zoé.

Für ihr Musikvideo besuchte sie dabei zahlreiche markante Punkte Waldbröls wie die Stupa am EIAB welche aus Säulen für das ehemalige KdF-Hotel errichtet wurde und die Friedensmauer mit ihrem Schriftzug „Nie wieder Krieg“.

Das entstandene Musikvideo wird demnächst auf ihrem YouTube-Kanal zu sehen sein.

Beitragsbild: Liedermacherin Zoé im Gespräch mit Bürgermeisterin Larissa Weber und ihrem ehemaligen Geschichts- und Gitarrenlehrer Bernd Schostak

Veröffentlicht am Donnerstag, 03.09.2026
Kategorien: Allgemein