Unter dem Motto ‚Bladersbach…mehr als 700 Jahre‚ steht das Fest, mit dem die Bladersbacher am letzten Wochenende im August 2016 ihr Dorfjubiläum feiern wollen. 

Zwischen den ‚Überhöfen’ wird ein Festzelt aufgebaut. Freitags wird ein Heimatabend mit Gesang, samstags Musik und Tanz und sonntags nach dem Gottesdienst ein Frühschoppen mit Dorfaktionen stattfinden.

Aus Anlass dieser 700-Jahrfeier wurde von einer Gruppe der Dorfgemeinschaft eine Schrift zusammengestellt, die auf 112 Seiten sowohl Historisches als auch Geschichten und Bilder des Dorflebens zeigt. 

Die Beiträge behandeln u.a. die Vereine, die Landwirtschaft und die Genossenschaften im Ort. 

Es gibt Informatives und amüsante Anekdoten aus der Erinnerung der älteren Dorfbewohner.

Auszüge aus der Kirchenchronik liefern interessante Daten. So ist belegt, dass Bladersbach im Jahr 1837 mehr Häuser hatte als das Kirchdorf Waldbröl.

Der Blick in die Vergangenheit ist anschaulich gemacht mit vielen Fotos aus alten Zeiten. 

Unter anderem wird eine vollständige Übersetzung der saynische Urkunde aus dem Jahr 1316 in unsere heutige Schrift und Sprache veröffentlicht. Mit diesem Schriftstück wurden im 14. Jahrhundert Ländereien im Homburger Land unter den Nachfolgern des Grafen Gottfried von Sayn aufgeteilt. Um die genaue Grenzlinie zu beschreiben, wurden Ortschaften und Personen genannt und der jeweiligen Partei zugeteilt. Hier sind die Orte Prombach, Bierenbach, Geringhausen, Altennümbrecht, Berkenroth, Bladersbach, Geilenkausen,  Dreisbach, Staffelbach, Gerlinghausen, Gibbinghausen, Oberdreisbach, Kurtenbach u.a. erstmals schriftlich erwähnt.

In Auszügen der Bladersbacher Schulchroniken aus den Jahren 1886-1966 werden aus der Sicht des jeweiligen Dorflehrers die Verhältnisse in Bladersbach in Zeiten von Not, Krieg und Besatzung beschrieben. Diese Chroniken lagern im Archiv der Stadt Waldbröl und liefern ein einzigartiges Zeitzeugnis aus erster Hand.   

Der Kampf um das tägliche Brot, gegen Krankheiten, extreme Wetterereignisse und Missernten bestimmte das Leben. In Kriegszeiten schrieben die Lehrer über die Hoffnungen und Enttäuschungen, die Heldenverehrung und die Verluste der Bladersbacher. Für die nachfolgenden Generationen eine lehrreiche Lektion! 

Der als Heimatforscher bekannte und in Bladersbach sehr beliebte Lehrer Gottfried Corbach schrieb mit seinen Schulkindern Feldpostbriefe an die Bladersbacher Soldaten an der Front. Einige Beispiele sind im Heft abgebildet.  

Natürlich enthält diese Festschrift auch Komplimente für die geliebte Heimat. Es wird deutlich, dass man hier gerne lebt und einen besonderen Bezug zur Scholle hat. 

Das ist schließlich ein wichtiger Grund zum Feiern!

Dieses Heft ist nicht nur für die Bladersbacher aufgelegt worden. Es kann von allen Interessierten zum Selbstkostenpreis von 12 € erworben werden. Bestellungen nimmt Steffi Romünder telefonisch (02291 5537)  oder per Email (teffel@gmx.net) entgegen. Gegen Vorauszahlung von 15 € kann es mit der Post zugeschickt werden.  Die Schrift liegt auch in der Gastwirtschaft Koch in Bladersbach und im Büro von ‚Wir für Waldbröl‘  in der Hochstraße aus.