Politik und Medizin trafen sich am Mittwochabend im Kreiskrankenhaus
Waldbröl. Bürgermeister Peter Koester hatte zu einem Austausch zwischen
niedergelassenen Ärzten in und rund um Waldbröl sowie den Klinikärzten und
Vertretern der Stadt- und Gemeinderäte aus Waldbröl und Umgebung eingeladen. Der Hauptgeschäftsführer des Klinikums Oberberg, Joachim Finklenburg, und der ärztliche Direktor des Klinikums Oberberg und Chefarzt der Unfallchirurgie, Dr. Walter Schäfer, informierten gemeinsam mit Ärzten unterschiedlicher Abteilungen über das breite Leistungsspektrum und die Kernkompetenzen des Krankenhauses und berichteten über Bau- und Modernisierungsmaßnahmen.
"Auf allen Ebenen verzeichnen wir eine gute Entwicklung für das Haus", sagte Finklenburg. Der Bau der Notaufnahme schreite voran, die Mitarbeiter seien hoch motiviert, die Belegungszahlen entwickelten sich positiv und der Ausbau von Spezialisierungen wie zum Beispiel in der Behandlung von Gefäßerkrankungen werde vorangetrieben, zählte der Hauptgeschäftsführer auf. „Es geht bergauf.“ Dr. Schäfer betonte auf die Nachfrage einiger Ratsvertreter, dass sowohl internistische als auch unfallchirurgische Notfälle uneingeschränkt im Kreiskrankenhaus Waldbröl  versorgt würden. Mit der Stroke Unit, einer Spezialstation zur Behandlung von Schlaganfällen, und dem Traumazentrum für mehrfach verletzte Patienten verfüge allerdings das Kreiskrankenhaus Gummersbach über spezialisierte Abteilungen, in die Betroffene gegebenenfalls verlegt würden.
Sein Angebot an die niedergelassenen Kollegen, die medizinische  Zusammenarbeit zu intensivieren und sich weiter zu vernetzen, begrüßten die anwesenden Ärzte. "Das Kreiskrankenhaus Waldbröl hat ein klares Konzept und das ist äußerst günstig, denn wir niedergelassenen Ärzte wollen wissen, welche medizinischen Leistungen wo und wie gut innerhalb des Klinikums Oberberg angeboten werden", sagte Professor Dr. August-Wilhelm Bödecker, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Oberberg. Die Aufteilung der Schwerpunkte zwischen Gummersbach und Waldbröl sei aus seiner Sicht vernünftig.
Bürgermeister Peter Koester begrüßte den Dialog zwischen Krankenhaus und niedergelassenen Ärzten: "So schafft das Krankenhaus Transparenz und Vertrauen in die hohe Qualität der medizinischen Angebote."