„Selektiver Rückbau ist der Fachbegriff für die Maßnahmen, welche derzeit auf dem ehemaligen Kasernengelände am Stadtrand Waldbröls umgesetzt werden“, erklärt Friedhelm Kamps, Geschäftsführer des Projektes Naturerlebnis Nutscheid.
Der Abbruch einer Immobilie mit Abrissbirne und Sprengkommando gehört der Vergangenheit an, auch wenn noch im letzten Jahr die Bundespolizei GSG9  mehrmals Sprengsätze an Gebäuden auf dem Gelände erprobte.
An ihre Stelle rücken Maßnahmen, die eine "sensible" Demontage bis auf den Rohbau mit anschließendem Abbruch gewährleisten.
„Ziel des Rückbaus muss es sein, eine möglichst sortenreine Erfassung der verwertbaren Anteile, der Störstoffe und der als besonders überwachungsbedürftig eingestuften Abfälle zu erreichen“, so Tom Ahrens, Generalplaner des Projektes beim Architektenbüro Ahrens & Eggemann.
„Diese Form des Abrisses sorgt für einen umweltschonenden Eingriff und ist ganz im Interesse der gemeinnützigen Naturerlebnis Nutscheid GmbH, denn unser umweltpädagogisches Konzept beinhaltet eine ganzheitliche Betrachtungsweise. Dies bedeutet, besonders auf die Wiederverwertung von verbautem Material zu achten und dem Nachhaltigkeitsanspruch gerecht zu werden“, so Olaf Wirths, inhaltlicher Leiter des Projektes Naturerlebnis Nutscheid.
Auch die ersten Bauanträge wurden bereits beim Bauamt des Oberbergischen Kreis eingereicht. Da der Oberbergische Kreis und die Stadt Waldbröl Mitgesellschafter der Naturerlebnis Nutscheid gGmbH sind, wird im Hinblick auf den geplanten Fertigstellungstermin im Herbst 2012 mit einer kurzen Bearbeitungszeit gerechnet.