Zahlreiche Besucher informierten sich am Samstag beim Aktionstag Gefäßgesundheit im Kreiskrankenhaus Waldbröl über die Diagnose und Behandlung der arteriellen Verschlusskrankheit. „Der Titel ,Verschlusssache PAVK’ des bundesweiten Aktionstages klingt wie ein spannender Spionagefilm“, begrüßte der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses die rund 200 Zuhörer. Spannende Informationen über die im Volksmund als Schaufensterkrankheit bekannte Verkalkung der Arterien boten die Kliniken für Angiologie, für Gefäßchirurgie und für Radiologie.
„In Deutschland leiden 4,5 Millionen Menschen an der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK), oft ohne davon zu wissen“, sagte der Chefarzt der Angiologie und Leiter des Gefäßzentrums am Kreiskrankenhaus Waldbröl, Dr. Michael Marx. Die Verschlusskrankheit könne weit reichende Folgen haben, wenn Betroffene nicht behandelt würden, erklärte der Gefäßspezialist. „In Deutschland werden jährlich etwa 600.000 Amputationen wegen PAVK, oft in Verbindung mit Diabetes mellitus, vorgenommen.“ Laut einer Studie sterben 75 Prozent der Patienten, die an einer Störung der Durchblutung in den Becken- oder Beinarterien leiden, an Herzinfarkt oder Schlaganfall. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin (DGA) sorgte das Team des Gefäßzentrums Waldbröl für Aufklärung. Als eines von 50 Gefäßzentren in Deutschland beteiligte sich auch Waldbröl mit Vorträgen, Risikochecks, Dopplerdruckmessungen und Führungen durch die kardiologische und angiologische Rehabilitationseinrichtung KaRO an dem bundesweiten Aktionstag.
Dr. Markus Spanagel, Oberartz der Radiologie, informiert über Kathetereingriffe bei der Verschlusskrankheit. Operative Behandlungsmöglichkeiten stellte Dr. Franz-Heinrich Flammang, Leitender Oberarzt und kommissarischer Leiter der Gefäßchirurgie, vor. Auf die Frage „was kann ich tun?“, rieten die Mediziner den Zuhörern übereinstimmend: „Nichtraucher werden, gesund ernähren und körperlich aktiv sein.“