Anlass für die Erarbeitung des „Strukturkonzeptes Innenstadt“ sind ein Einzelhandelsprojekt als mögliche Nachnutzung des Standortes Merkurhaus und andere unterschiedliche Problemlagen in der Innenstadt Waldbröls, z. B. der belastende Verkehr in der Kaiserstraße, die Entwicklung des Einzelhandels insgesamt, Leerstände im Gebäudebestand sowie fehlende Konzepte für den öffentlichen Raum. Fundament und Perspektive für den Stadtentwicklungsprozess ist dabei eindeutig die Gestaltung der öffentlichen Straßen, Wege und Plätze sowie der Grünanlagen
Im Strukturkonzept für den Kernbereich der Innenstadt werden im Dialog mit Bürgern, Politik und Verwaltung, aber auch mit einem unbefangenen fachlichen Blick von außen Grundsätze, Leitideen und Teilprojekte erarbeitet. Dabei wird auch auf die Rahmenplanung von 1988 aufgebaut.
Im Herbst 2009 erarbeiteten Experten erste Leitideen zu den Themen Städtebau und öffentlicher Raum, Verkehr, Einzelhandel und Wohnen.
Am 14.04.2010 wurde ein Bürgerforum durchgeführt. Es war dabei ein großer Konsens zu den Grundsätzen der Entwicklungsperspektiven festzustellen.
Diese vorliegenden Struktur- und Entwicklungskonzepte wurden am 24.02.2011 und 24.03.2011 in zwei räumlich zugeordneten Werkstätten mit den Anwohnern, Eigentümern und Akteuren erörtert.

Einladung zur „Werkstatt 3“ am Donnerstag, 19.05.2011, 18.00 Uhr,
Sitzungssaal des Bürgerhauses, Kaiserstraße 82, 51545 Waldbröl

Nunmehr wird die vorläufig letzte öffentliche Planungswerkstatt zur Innenstadtentwicklung Waldbröls durchgeführt. Die beauftragten Planer werden die Ergebnisse, Vorschläge, Anregungen und kritischen Anmerkungen aus den vorangegangnen Veranstaltungen zusammenfassend darstellen. Sie werden die auf dieser Basis weiterentwickelten Leitideen und Handlungsempfehlungen für die Entwicklung der Innenstadt präsentieren und erneut zur Diskussion stellen. Dazu gehören insbesondere Empfehlungen für konkrete Maßnahmen, sowohl kurzfristige als auch mittel- und langfristige sowie die Erörterung von Fördermöglichkeiten.
Folgende allgemeinen Ziele für die Entwicklung der Innenstadt werden diskutiert und formuliert:

Öffentlicher Raum: „Die Stadtgestalt qualifizieren“

  • Bachlauf soweit möglich freilegen, begleitende Fuß- und Radwege als „Brölbachtalweg“ von der Gartenstraße bis zur Gerdesstraße anlegen
  • Nord-Süd-Vernetzung stärken, Image „Fußgänger- und Radfahrerstadt ausbauen
  • Kaiserstraße als Einkaufszone aufwerten, möglichst Einbahnstraßenring einrichten, das „Einfügen“ von Einzelhandelsvorhaben sicherstellen
  • Identitätsstiftende Stadtplätze gestalten, z. B. im Bereich „Alter Petz“
  • Parkraum- und  Nahmobilitätskonzept erarbeiten

Nutzungsmix: „Die Vielfalt stärken und kultivieren“

  • Gemischte Wohnformen anbieten
  • Entwicklung eines differenzierten Einzelhandelsstandortes
  • Arbeitsplätze und nicht störendes Gewerbe in die Innenstadt verlegen
  • Kultur-, Freizeit- und Erholungsangebote für unterschiedliche Nachfrager ausbauen

Teilräume entwickeln: „Neue Adressen schaffen

  • Stadtentwicklung kleinteilig und in kooperativen Bausteinen betreiben
  • Ortsbezogene Entwicklungsziele und Leitbilder diskutieren
  • Dialog mit Anwohnern, Eigentümern und Akteuren fortsetzen
  • Projekte gemeinsam öffentlich beraten und entwickeln 

Übersichtsplan Strukturkonzept Innenstadt