Mit der Einstellung eines neuen Gefäßchirurgen baut das Kreiskrankenhaus Waldbröl, eine Einrichtung des Klinikum Oberberg, seine Spezialisierung als Gefäßzentrum weiter aus. Nachdem das Kreiskrankenhaus die Versorgung der Patienten im April bereits mit dem Aufbau der Klinik für Angiologie weiter verbessert hat wird zum 1. Oktober ein neuer Chefarzt für Gefäßchirurgie seinen Dienst in Waldbröl aufnehmen.

Mit neuem Chefarzt setzt Klinikum Oberberg Ausbau der Gefäßmedizin fort

Der Herz- und Gefäßchirurg Dr. Spiridon Botsios übernimmt die Position als Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie in Waldbröl. Nach Abschluss des Studiums der Humanmedizin an der Universität Essen absolvierte Dr. Botsios am Herzzentrum Duisburg seine Facharztausbildung zum Herzchirurgen. 2000 setzte er seine Weiterbildung in der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie am St.-Johannes Hospital in Dortmund fort. Dort schloss sich seine Facharztausbildung zum Gefäßchirurgen an und er baute parallel sein operatives Spektrum in der Herzchirurgie aus. Er wechselte 2006 als Oberarzt in die Klinik für Gefäßchirurgie am Park-Krankenhaus nach Leipzig und übernahm dort drei Jahre später die Leitung der Klinik. Seit 2010 hat der Gefäßspezialist zudem einen Lehrauftrag für Gefäßchirurgie an der Universität Leipzig inne. Der 49-jährige Mediziner, der mit einer Ärztin verheiratet und Vater von zwei Kindern ist, freut sich, dass ihn der berufliche Weg zurück nach NRW führt.
Bislang war die Gefäßchirurgie Teil der Klinik für Allgemeinchirurgie. Nach dem Weggang von Chefarzt Dr. Ulrich Jaschke im Frühjahr hatte Oberarzt Dr. Franz Flammang die Klinik kommissarisch geleitet. Der Spezialist für Allgemein- und Viszeralchirurgie wird Chefarzt der Klinik für Allgemeinchirurgie, während Dr. Botsios als Spezialist für Gefäßchirurgie eine eigene Abteilung etablieren wird. Mit der neuen Organisationsstruktur reagiert die Geschäftsführung auf die wachsenden Anforderungen an eine modern ausgerichtete Gefäßmedizin und die zunehmende Zahl von Patienten mit behandlungsbedürftigen Gefäßerkrankungen, mit denen angesichts steigender Lebenserwartung zu rechnen ist. „Mit Dr. Botsios werden wir das Projekt ,Gefäßmedizin der Zukunft’ am Kreiskrankenhaus Waldbröl weiterentwickeln“, freuen sich Joachim Finklenburg, Hauptgeschäftsführer des Klinikum Oberberg, und Magnus Kriesten, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Waldbröl.
Die Schwerpunkte der Tätigkeit von Dr. Botsios liegen sowohl in den bereits etablierten offenen Operationen, als auch in den modernen und sehr schonenden minimal-invasiven Kathetertechniken wie Ballonaufdehnungen und Implantation von Stents und Stentprothesen für die Behandlung von Verengungen der Halsschlagader, die Ausschaltung von Aneurysmen, das heißt von krankhaften Erweiterungen der Hauptschlagader und die Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit).
Sein Ziel sei es, in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen und den kooperierenden Kliniken innerhalb des Hauses ein überregionales Exzellenzzentrum für Gefäßmedizin im Klinikum Oberberg zu etablieren, betont Dr. Botsios.
Die Behandlung von Patienten mit Herz- und Gefäßerkrankungen ist schon heute ein Schwerpunkt des Kreiskrankenhauses Waldbröl, das mit einem Spezialisten wie Dr. Botsios sein Leistungsspektrum in der Gefäßchirurgie weiter ausbaut. Mit dem bereits seit 2008 anerkannten „interdisziplinären Gefäßzentrum“ soll neben der kontinuierlichen Verbesserung in der Versorgung von Patienten mit Gefäßerkrankungen ein wesentlicher Beitrag zur dauerhaften Stabilisierung des Standortes Waldbröl geleistet werden. „Die Sicherung einer qualitativ hochwertigen Medizin für die Patienten in der Region ist unsere Aufgabe“, sind sich der Mediziner und die Geschäftsführung einig. „Von besonderer Bedeutung für die dauerhafte Zufriedenheit unserer Patienten ist deshalb neben der Früherkennung arterieller und venöser Erkrankungen die Langzeitüberwachung und Nachbetreuung in unserer Gefäßsprechstunde,“ sagt Dr. Botsios.
„Wir freuen uns, mit Dr. Botsios einen sehr erfahrenen Gefäßchirurgen aus dem international renommierten Zentrum für Gefäßmedizin in Leipzig gewonnen zu haben“, sagen die beiden Geschäftsführer Finklenburg und Kriesten.