„Oh happy day“ schallte es durch die vollbesetzte Evangelische Kirche in Waldbröl. Petra Döhl-Becher mit ihrer souligen Stimme eröffnete damit das Konzert des Gospelchores. Die über 30 Sängerinnen kamen singend in ihrem schwarz-roten Outfit über die Seitenschiffe zum Altarraum. So startete ein zweistündiges, abwechslungsreiches Gospelkonzert mit einem hervorragend motivierten Chor. Das Motto des Konzertes „Come into his presence“  wurde  anschließend mit dem zweiten Lied verkündet.
Der Gospelchor überzeugte auch schon in der englischen Partnerstadt Witham die Besucher mit seinen abwechslungsreichen Klängen,  teils besinnlich, dann wieder rythmisch mitreißend und energiegeladen. Die eher zurückhaltenden Engländer ließen sich damals schnell überzeugen und klatschten mit.
Zurückhaltend ist die englische „Sister-Act“ Sängerin Jane Ferrini  – deren Verwandtschaft beim Witham Konzert anwesend war – eher nicht, so auch nicht in Waldbröl als Solistin von „Heavenly love“ und „ Living he loved me“. Weitere Solistinnen, die eine persönliche Note beifügten, waren Isabel Broda, Claudia Hoffmann, Karen Lindenberg, Yasemin Riederle und Heike Stiefelhagen.
Romy Bürger und ihre Gospelsängerinnen treten normalerweise mit Drummer Jörg Groneberg auf. Er war verhindert, aber sein Vertreter Tim Engelberth sorgte brilliant für die rythmische Unterstützung des Chores. Zwischen den Stücken kommentierten sowohl die Sängerinnen wie auch die Chorleiterin im Wechsel  die Inhalte  der Lieder mit kurzen Ausführungen oder auch Gedichten. Durch die Vielfältigkeit wirkte der Chor sehr facettenreich. So bei dem „Gloria“ aus der Messe des Oberbergischen Landes von Thomas Gabriel, dem  indianischen „Evening rise“ – mit Altflötenpart- oder dem powervollen „I feel good“.
Singen macht gesund und ist Balsam für die Seele, weiß Chorleiterin Romy Bürger und so durfte auch das Publikum bei „Singing all together“ mitsingen.
„Sister Act“ heißt nicht nur der Waldbröler Chor, auch der weltbekannte Film mit Whoopi Goldberg trägt diesen Titel und deshalb durfte der Filmsong „My god“ ebenso wenig fehlen wie „I will follow him“.
Zu allen Chorstücken sahen die Gäste über eine Power-Point-Präsentation den Titel und die deutsche Übersetzung an der Wand. Dort zeigte der Chor auch in einer kurzen Singpause ein paar Eindrücke von der Chorreise nach England, die von Sängerin Inge Prilipp kommentiert wurden.
Eine ganz besondere Überraschung hatten sich die Sisters für ihre Chorleiterin kurz vor Ende des Konzertes, das im Rahmen des Waldbröler Musik- und Kulturfestivals stattfand, ausgedacht.
Sie dankten ihr mit dem etwas überarbeiteten Abba-Song „Thank you for the music“ und einem Blumenstrauß und nicht nur Romy Bürger war sichtlich gerührt.
Beim letzten Song „Go now in peace“ schloss sich der Kreis zwischen dem Chor und dem Publikum zu einem feierlichen und stimmungsvollen  Abschluss.