Waldbröl hat viele Chancen, aber auch Probleme. Wie in den meisten deutschen Städten unterliegt auch Waldbröl dem demografischen Wandel, dessen Auswirkungen zu bewältigen sind. Wachsende Leerstände im Einzelhandel und eine hohe Verkehrsbelastung tragen dazu bei, dass das Zentrum in den letzten Jahren stark an Attraktivität verloren hat. Die Stadt Waldbröl will nun mit dem Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept Innenstadt Waldbröl" (IEHK) diesen Problemen intensiv begegnen.
In den letzten Monaten wurden mit dem Düsseldorfer Büro Architektur-Stadtplanung-Stadtentwicklung Hamerla l Gruß-Rinck l Wegmann + Partner  (ASS) und unter Beteiligung von örtlichen Akteuren, Behörden, betroffenen Eigentümern und Interessengruppen in drei Perspektiven – Workshops Chancen und Restriktionen analysiert und Konzepte, Strategien und Maßnahmen entwickelt. Diese müssen weiterverfolgt werden, wenn Waldbröl wieder eine urbane und lebenswerte (Innen-) Stadt werden will.
Die Stadt Waldbröl ist bereit, sich den unterschiedlichen Problemen der Innenstadt mit großem Engagement zu stellen!

Grundlage bieten das gemeinsam entwickelte Leitbild für die Innenstadt und ein Masterplan, der die vielen Schwerpunktbereiche  mit ihren Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft der Innenstadt aufzeigt. Lösungsansätze wurden in zehn, aus dem Masterplan abgeleiteten Leitprojekten, erstellt. Die folgende Auflistung zeigt konzentriert den zukünftigen Weg der Stadt auf:
1. Ein innenstadtverträgliches Verkehrskonzept für Waldbröl: Bummeln in der Kaiserstraße
Mit dem Auto, dem Fahrrad und zu Fuß gut, sicher und bequem zu allen Zielen, mit dem Bus gut angebunden
2. Das neue Zentrum im Herzen der Innenstadt: Die Mitte der Mitte
3. Lebendiges Zentrum: Orte der Begegnung entlang der Hochstraße
4. Vitale Innenstadt: Vielfalt und Aktivierung der Potenziale mit Einzelhandel, Gastronomie sowie Arbeiten und Wohnen
5. Kommunikation, Alltagskultur, Märkte und Veranstaltungen im Zentrum
6. Die Innenstadt von Waldbröl: ein Ort der Gesundheit und Lebensqualität mit dem Naturerlebnis Panarbora, dem Kreiskrankenhaus Waldbröl und dem Europäischen Institut für angewandten Buddhismus, der „Gesundheits- und Wohlfühloase der Bergischen Region“
7. Verpflichtung Baukultur
8. Tourismus entdecken
9. Pro Kultur
10. Wohnen in der Innenstadt für alle Nachfragegruppen: attraktiv, nachhaltig, sozial
Am 23. Oktober ist es soweit: Die erarbeiteten (Zwischen-) Ergebnisse werden der weiteren Öffentlichkeit präsentiert.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, eben an diesem 23.Oktober ab 16.00 Uhr in der Mensa der Gesamtschule Waldbröl, Höhenweg 49 die Ausstellung, in der die Ergebnisse und Konzepte vorgestellt werden, zu besuchen.
Im Anschluss daran folgt ab 18.00 Uhr eine öffentliche Debatte zu den Kernpunkten der zukünftigen Entwicklung der Innenstadt.
Die Moderation übernimmt Jochen Gran aus Waldbröl.
Zunächst werden die Inhalte zu den Themen Verkehr und Masterplan (städtebauliche Entwicklung Innenstadt), Baukultur, Gestaltung, Kultur, Veranstaltungen, Begegnung, Plätze sowie Tourismus, Freizeit und Gesundheit zusammengefasst dargestellt und darauf folgend mit Bürgermeister Koester und pro Kernpunkt vier örtlichen Akteuren sowie dem Büro ASS aus Düsseldorf diskutiert. Die örtlichen Akteure werden vertreten durch Sebastian Barth, Anja Braun, Udo Gaidosch sowie Kurt Mai , Siegfried Noack, Bernd Roth, Werner Schenk und Olaf Wirths. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen Fragen zu stellen, ihre Meinung zu den Inhalten zu äußern, Anregungen zu geben, mitzudiskutieren. Ziel der Veranstaltung ist es, die bisher erarbeiteten Planungsvorschläge mit Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern, Fachleuten und örtlichen Akteuren zusammenzuführen und die nachhaltige Entwicklung der Innenstadt zu gestalten.