Durch die Tariferhöhung im Öffentlichen Dienst entstehen im Klinikum Oberberg in diesem Jahr zusätzliche Personalkosten in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro und im kommenden Jahr von weiteren rund 1,3 Millionen Euro. Wichtig ist Hauptgeschäftsführer Joachim Finklenburg, trotz der zusätzlichen Personalkosten keine Stellen einzusparen. „Unser Ziel ist und bleibt: hohe Beschäftigung und Ausbildung zu sichern, denn es ist jetzt schon eng genug für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankenhaus.“
Für das laufende Jahr sind im Klinikum Oberberg, zu dem die Kreiskrankenhäuser in
Gummersbach und Waldbröl, das Zentrum für Seelische Gesundheit in Marienheide und die Psychosomatische Klinik in Bergisch Gladbach gehören, die zusätzlichen Personalkosten bereits in den Wirtschaftsplänen vorgesehen. „Wir gehen davon aus, dass wir über erhöhte Pflegesätze und eine höhere Belegung die Tarifsteigerung in diesem Jahr refinanzieren können“, erklärt Finklenburg. Wie die zusätzlichen Personalkosten im kommenden Jahr  finanziert werden, sei noch offen. „Die Krankenhausreform steht an, und wir wissen noch  nicht wie es 2015 für die Krankenhäuser weiter geht.“
Finklenburg, der als Vizepräsident der kommunalen Arbeitgebervereinigung (VKA) in Potsdam den Tarifabschluss mit ausgehandelt hat, findet es richtig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst an der allgemeinen Einkommensentwicklung in Deutschland teilhaben. Im Klinikum Oberberg profitieren rund 2000 Beschäftigte von der Tariferhöhung.