Die Übernachtungszahlen, die vom statistischen Landesamt IT.NRW für die Region Bergisches Land zusammengefasst werden, sind im Jahr 2019 um 1,6 % gestiegen.
Der Rheinisch-Bergische Kreis konnte sein gutes Vorjahresergebnis bei den Übernachtungen um 0,5 % und der Oberbergische Kreis sogar um 3,1 % steigern. Bei den Ankünften legten beide Kreise ebenfalls kräftig zu, im Rheinisch-Bergischen gab es einen Zuwachs von 2,4 % und im Oberbergischen Kreis sogar von 4,9 %. Insgesamt gab es in der Region knapp 1,4 Millionen Über-nachtungen und gut 635.000 Ankünfte.
„Wir freuen uns sehr über die steigende Beliebtheit unserer Region und die erhebliche Bedeutung für den Tourismus als Wirtschaftsfaktor“, erklärt Tobias Kelter, Geschäftsführer der touristischen Marketinggesellschaft „Das Bergische“.
Die Zahl der geöffneten Betriebe hat sich in der Region dabei um drei reduziert und damit die Zahl der angebotenen Betten um 89 verringert. Köln konnte im Jahr 2019 sein Bettenangebot dagegen um 1.322 erhöhen.

„Dass es der Region trotz der erneuten Erhöhung der Kölner Bettenzahl gelungen ist, bei den Ankünften und den Übernachtungen zuzulegen, stimmt uns besonders positiv, denn ein höheres Bettenangebot in Köln sorgt natürlich auch für weniger Messegäs-te im Umland. Daher gehen wir davon aus, dass vermehrt Wanderer das Bergische Wanderland mit den Qualitätswegen und den Streifzügen besuchen. Auch die Bahntrassenradwege erfreuen sich immer größer werdender Beliebtheit und locken Gäste auch in die bergische Gastronomie“, so Kelter weiter.
Für diese Vermutung spreche seiner Ansicht nach auch, dass die Ankunftszahlen insgesamt und die Übernachtungen vor allem im Oberbergischen Kreis angezogen hätten. „Unsere Region ist ideal für Kurzurlaube. Das führt na-türlich dazu, dass man kürzere Aufenthaltszeiten und dementsprechend mehr Ankünfte haben muss, wenn man die gleichen Übernachtungszahlen erreichen will.
Der Rheinisch-Bergische Kreis hat aufgrund seiner Nähe zu den Ballungszentren weniger Touristen, dafür einen sehr hohen Anteil an Tagesbesuchern, die nicht übernachten. Im Oberbergischen sieht das dann schon etwas anders aus. Hier bleiben die Gäste dann deutlich häufiger für 2 bis 3 Nächte“, erläutert Kelter die Zahlen.
Allerdings sagen die Zahlen leider nichts über den Reiseanlass aus, da IT.NRW diesen nicht mit erfasse. „Daher wissen wir nie mit letzter Sicherheit, ob ein Gast aus beruflichen oder touristischen Gründen in der Region übernachtet. Wir gehen aber davon aus, dass das Gros der Übernachtungen immer noch durch Geschäftsreisende entsteht, sind uns aber gleichzeitig auch sicher, dass der Wander- und Radtourismus in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Das berichten uns auch die Betriebe, die eng mit uns zusammenarbeiten.“