Am 31.03.2021 war es endlich soweit: Waldbröls Bürgermeisterin Larissa Weber konnte zu einer virtuellen Bürgerversammlung insgesamt 78 interessierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen. Das Thema war die Vorstellung der Entwürfe zur Entwicklung des Merkur-Areals.

Auf dem rund 12.000 m² großen Areal des ehemaligen Merkur-Hochhauses sollen zwischen Bahnhofstraße und der im Umbau befindlichen „Flaniermeile“ Kaiserstraße insgesamt vier Gebäude mit Wohnungen und Geschäften sowie ein Hotel mit Gastronomie und einem neuen Stadtplatz im Zentrum entstehen.

Bevor die Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen konnten, gaben die Verwaltung und Planer einen Überblick über die aktuellen Entwürfe der öffentlichen Freianlagen und des Investorenvorhabens. Seitens der Marktstadt Waldbröl taten dies die Bürgermeisterin und der Fachbereichsleiter Bauen, Jan Kiefer, sowie Klaus Marenbach und Bernd Schneider vom Planungsbüro Donner & Marenbach (Wiehl), Adriane Baakes-Zauner vom Landschaftsarchitekturbüro AGL (Krefeld) und Jens Ebener vom Büro ASS Architektur Stadtplanung Stadtentwicklung (Düsseldorf), der gleichzeitig als Moderator der Veranstaltung fungierte.

Einhelliger Konsens aus der Runde nach Abschluss der Vorstellung: Sehr gelungen!

So sollen an der Kaiserstraße drei Gebäude entstehen, die einen Nutzungsmix aus Wohnen, Gewerbe sowie ein Hotel enthalten. Das zum Waldbrölbach hin gelegene größte Gebäude soll dabei das Hotel mit insgesamt 48 Zimmern sowie ein Bistro beherbergen. Unter den geplanten Gebäuden und dem zukünftigen Stadtplatz ist eine Tiefgarage für Hotelgäste und die Wohnungsinhaber vorgesehen. Auf dem Baufeld im Bereich der Bahnhofstraße ist ein weiteres Gebäude mit Wohn- und Geschäftsräumen geplant.

Während der Investor für den Bereich der Kaiserstraße aus der Region kommt, stammt der Investor für das Bauvorhaben an der Bahnhofstraße aus der Stadt Waldbröl.

Was die Beteiligten besonders interessierte, war der Bereich zwischen und inmitten der Gebäude, nämlich der neue Eventplatz im Herzen der Innenstadt. Hier sollen später Konzerte, kleinere Märkte und andere Veranstaltungen stattfinden. Auch ein großzügiger Bereich für einen Kinder- und Jugendspielplatz ist vorgesehen. Das Ganze wird immer auch mit dem Element Wasser verbunden, denn sowohl der Waldbrölbach als auch der zurzeit verborgene Wiedenhofbach sollen von ihrer Verrohrung befreit, ans Tageslicht gebracht und insbesondere in die Spielbereiche eingebunden, werden. Das Wasser soll in der Stadtmitte erlebbar gemacht werden. Eine Brücke überspannt dabei den Waldbrölbach und über breite Rasenstufen kann die Bahnhofstraße erreicht werden.

Und schließlich soll eine komfortabler, vier Meter breiter und beleuchteter Weg die Fußgänger und Radfahrer sicher durch das Gelände führen. Später soll dieser sogar bis zum Fachmarktzentrum an der Kaiserstraße auf der einen Seite sowie bis an den Promenadenweg und ans Sportzentrum sowie die drei weiterführenden Schulen auf der anderen Seite führen. Wie schon der Erwerb des Areals und der Abriss des Merkur-Hochhauses soll auch die Neugestaltung des öffentlichen Raumes zum überwiegenden Teil mit Fördermittel aus der Städtebauförderung erfolgen.

Wie soll es weitergehen: Nach der positiven Resonanz aus der Bevölkerung ist nun die Politik am Zuge. In den Sitzungen des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung (26.04.2021) und schließlich des Stadtrats (19.05.2021) geht es um den Beschluss des ausgearbeiteten Entwicklungskonzeptes als Grundlage für die weiteren Arbeitsschritte.