Wenn es brennt, ein Unfall passiert, wenn Menschen in Not sind, dann wählt man die 112 und die Feuerwehr kommt. Was viele nicht wissen: Feuerwehr ist zwar eine gesetzliche Aufgabe der Kommune, aber diejenigen, die kommen, sind ehrenamtliche Freiwillige Feuerwehrfrauen und -männer. So zumindest war und ist es in Waldbröl. Allerdings steht es nicht gut um die Feuerwehr – immer weniger Menschen finden in ihrer Freizeit den Weg zu
dieser wichtigen Aufgabe und die öffentliche Verwaltung hat immer weniger Geld, auch für diese Art der Sicherheit. Grund genug für Waldbröler Bürger innerhalb und außerhalb der Feuerwehr, genau hier anzusetzen. Sie haben nun einen Feuerwehrförderverein gegründet, dessen Ziel es ist, den Brandschutz und die allgemeine Hilfe in der Stadt genau mit diesen zwei Themen zu unterstützen: Menschen für die Feuerwehr begeistern und Gelder für zusätzliche sinnvolle Ausrüstung sammeln.
Dass es sich bei einem Feuerwehrförderverein nicht um individuelle Liebhabereien einzelner Feuerwehrleute handelt, zeigt bereits die Gründungsversammlung: Neben zahlreichen aktiven Feuerwehrleuten waren die Beigeordnete der Stadt Waldbröl Sylke Dickmann, Rechtsanwalt Sebastian Tillmann, Volksbank-Niederlassungsleiter Achim Krumm und die Unternehmer Werner Schenk und Bernd Roth sowie der Leiter der Feuerwehr Friedhelm Bals bei der Gründung mit dabei, um von Anfang dieses wichtige Projekt zu unterstützen und mitzutragen.
Dabei ist die Mitgliedschaft im Feuerwehrförderverein Löschzug Waldbröl, wie er vollständig heißt, durchaus erschwinglich: Für einen Mindestbeitrag von 15 Euro können Privatpersonen, ab 50 Euro Jahresbeitrag Gewerbetreibende und Firmen Mitglied werden. Was der Feuerwehrförderverein mit den Geldern machen will, steht für die nächsten Monate auch schon fest: Zum einen soll in die eigene Werbung investiert werden, um möglichst schnell möglichst viele Mitglieder zu bekommen und neue Aktive für die Einsatzabteilung der Feuerwehr zu gewinnen, zum anderen soll eine neue Wärmebildkamera angeschafft werden.
Die ist unzweifelhaft wichtig und nützlich, kann aber derzeit nicht von der Stadt angeschafft werden. Auch für die Zukunft ein typisches Beispiel, wo der Feuerwehrförderverein seinen uftrag sieht.
Das ganze Projekt wurde maßgeblich unterstützt durch die FeuerwehrAgentur. Diese Agentur hat sich auf beratende Dienstleistungen rund um Feuerwehren spezialisiert. So konnten hier die gesamte Strategie, von Vereinsgründung, Abstimmung mit Finanzamt und Vereinsregister, bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit sehr professionell gelöst werden. "Ohne die Unterstützung durch die FeuerwehrAgentur währen wir nie so schnell so professionell vorangekommen" freut sich der neue Vereinsvorsitzende Ralf Eschmann. Die Notwendigkeit für die externe Unterstützung liegt nämlich auf der Hand: Einerseits sollen Gründung und
öffentlicher Auftritt professionell und überzeugend sein, andererseits sind aber die Menschen in der Feuerwehr eben Spezialisten im Löschen und Retten. Klar, dass es eine Frage der eigenen Professionalität ist, hier Leute ins Boot zu holen, die genau wissen, wie es geht.
Allerdings macht Eschmann auch ganz klar, dass der Feuerwehrförderverein nichts mit der kommunalen Feuerwehr zu tun hat. "Wir sind ein privatrechtlicher Verein, dessen Ziel es ist, den Brandschutz in der Stadt Waldbröl zu fördern – zuständig und verantwortlich ist und bleibt der Rat der Stadt und die Stadtverwaltung, zu der auch die Feuerwehr gehört."
In den Vorstand wurden gewählt:
Erster Vorsitzender: Ralf Eschmann
Zweiter Vorsitzender: Manfred Heiden
Kassenwart: Michael Storzer
Zu Kassenprüfer: Sebastian Tillmann, Achim Krumm
Der Feuerwehrförderverein Löschzug Waldbröl im Internet:
www.feuerwehrvereinwaldbroel.de