Albert Einstein, Thomas Mann, Charles de Gaulle, alle sind an einem geplatzten Bauch-Aortenaneurysma gestorben. Heutzutage kann man ein Aneurysma frühzeitig durch eine einfache, schmerzlose Ultraschall-Vorsorgeuntersuchung erkennen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin anlässlich des dritten Bauch- Aortenaneurysma-Tages am Samstag, 5. Mai, hin. Auch die Klinik für Gefäßchirurgie am Kreiskrankenhaus Waldbröl beteiligt sich an dem bundesweiten Aktionstag und bietet neben Informationen ein kostenloses Bauch-Aorten-Screening an.
Der Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, Dr. Spiridon Botsios, und sein Team informieren ab 10 Uhr in der Festhalle des Kreiskrankenhauses über das Krankheitsbild, wie eine Erweiterung der Schlagader diagnostiziert wird und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Anschließend steht das Team der Gefäßchirurgie Interessierten bis 13 Uhr zum Bauch-Aorten-Screening zur Verfügung.
Unter einem Aneurysma versteht man die Erweiterung einer Schlagader, die der Betroffene meist nicht bemerkt. Diese Erweiterung kann in allen Körperregionen auftreten. Sie betrifft am häufigsten die Bauchschlagader. Die größte Gefahr besteht darin, dass ein Aneurysma plötzlich platzt und es zu inneren Blutungen kommt. Andere Risiken bestehen zum Beispiel in der Bildung von Blutgerinseln im Aneurysma, die zu akuten Gefäßverschlüssen in den Beinen führen können. Die meisten Aneurysmen werden durch die Gefäßverkalkung hervorgerufen. Aktive und frühere Raucher sind besonders gefährdet.
Unter dem Titel „Das Bau-Aortenaneurysma: Was ist das?“ erklärt Dr. Ingo Nesseler, Oberarzt der Gefäßchirurgie, was man unter einer Gefäßerweiterung versteht. Anschließend stellt Dr. Valantis Kantzeloglou aus der Klinik für Angiologie die Diagnostik vor, bevor Chefarzt Dr. Botsios die moderne patientenorientierte Behandlung erläutert. Nach den jeweils zehnminütigen Vorträgen besteht Gelegenheit zum Austausch mit den Referenten und anschließend zum Bauch-Aorten-Screening.
Weitere Informationen gibt es unter www.gefaesschirurgie.de oder unter www.kkhwaldbroel.de im Internet.