Nachdem das Objekt „Bürgerdorf am Alsberg“ alle Förder,- Planungs- und Genehmigungsstufen durchschritten hat, sind die  Ausschachtungsarbeiten für die Umsetzung des Projektes am bestehenden Rathausstandort am Alsberg gestartet.
Im Ergebnis wird die Verwaltung nach Fertigstellung künftig baulich an einem Standort untergebracht sein. Das attraktive, 1904 errichtete und unter Denkmalschutz stehende Schiefergebäude des Rathauses sowie die ehemalige „Bürgermeistervilla“ werden um 2 Gebäude erweitert und bilden künftig das Bürgerdorf am Alsberg. Möglich gemacht hat dies ein in 2015 aufgelegtes Förderprogramm des Landes unter dem Titel „Förderung von Gemeinbedarfseinrichtungen im kommunalen Kernhaushalt“. Dieses Programm eröffnete die einmalige Chance, das Rathaus an seinem bestehenden Standort zu belassen, es energetisch zu qualifizieren, barrierefrei zu erschließen, durch Umbau und Erweiterungen den Raum- und Flächenansprüchen der Verwaltung zu genügen und die Administration räumlich und funktional stärker in die Innenstadt zu integrieren. Damit wird die Verwaltung ein in die Innenstadt integriertes Quartier erhalten.
Das Rathausgebäude wird energetisch aufgerüstet und zukünftig barrierefrei zugänglich sein, ebenso natürlich die Neubauten.  Nördlich des Rathauses entsteht ein Bürgersaal, der sowohl der Waldbröler Gesellschaft als auch den RatsvertreterInnen als Ratssaal zur Verfügung steht und ein Tagen in unterschiedlichen Räumen entbehrlich macht. Die westlich davon stehende alte Bürgermeistervilla wird ebenfalls so umgebaut, dass sie in unmittelbarer Nähe zur übrigen Bebauung entsprechend genutzt werden kann.
Sowohl das Bauamt als auch das Sozialamt, beide derzeit noch dezentral untergebracht, werden in einen Neubau – das Langhaus – östlich vom Rathaus und Bürgersaal umziehen.
Das Rathaus, der Bürgersaal und das Langhaus fassen einen großen, aufgrund der ausgeprägten Topografie terrassierten Platz ein, der wie der Bürgersaal und Teile des Langhauses auch von den BürgerInnen genutzt werden kann. Um die berechtigte Dominanz des Gebäudebestandes zu wahren, werden die Gebäudehüllen beider Neubauten bewusst schlicht gestaltet.
Die Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant, woran sich die Sanierungsarbeiten im derzeitigen Bestand, dem bestehenden Rathaus und der Bürgermeistervilla anschließen. Bis alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihren künftigen finalen Arbeitsplätzen sitzen, wird sicher auch ein Großteil des Jahres 2019 vergehen.
 Die Gesamtkosten zur kompletten Umgestaltung incl. aller Neubauten belaufen sich auf annähernd 8,6 Mio. €, sodass mit der bewilligten 80 %-igen Förderung ein Eigenanteil von ca. 1,7 Mio € bei der Stadt Waldbröl verbleibt. Fördergeber der für die Stadt einmaligen Umsetzung sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, die Bezirksregierung Köln aus Mitteln der Städtebauförderung. Planung und Bauleitung übernehmen die ARCHWERK Generalplaner KG aus Bochum. „Die Umsetzung dieses Projektes produziert für den städtischen Haushalt aufgrund der vielfältigen Synergien keine Mehrkosten gegenüber dem Status Quo.  Gleichzeitig stellt es für alle einen sehr großen Mehrgewinn  dar. Es ist einer unserer Meilensteine, der das gesellschaftliche Miteinander beleben wird“, so Bürgermeister Peter Koester.